Tag 2

Um 5 Uhr morgens wurden wir im Bus von den ersten italienischen Sonnenstrahlen wachgekitzelt. Die meisten sträubten sich vehement dagegen und versuchten noch mal ein Nickerchen zu machen. Zum Glück war sie auch so schnell wieder weg, wie sie kam. Das lag aber nicht an einem plötzlichem Wetterumschwung, sondern an der Tatsache, dass die Autobahnen hier erstklassig ausgebaut sind. Kilometerlange Tunnel mit den monotonen LED-Leuchten und runden Wänden verdecken die Sicht unter Tage auf die Vitamin D-Quelle vom Himmel. Ob die Römer wohl schon wussten das ihre Straßenbaukünste nicht die Spitze des Zenits waren.

Nachdem wir endlich unseren fahrbaren Untersatz verlassen konnten, wurden wir freudig von einem lautem Zikaden-Chor empfangen. Schon zum Ausladen ala „Völkerwanderung“ angesetzt, charterten wir in letzter Minute noch einen Gepäckbus für die großen Koffer. Somit durften wir den Campeinzug mit nur leichtem Gepäck vollziehen. Das Hab und Gut wurde fast direkt ans Zelt geliefert. Danach konnten sich alle einrichten. Bei einer Führung über den Platz erfuhr jeder wo die Dusche ist, der Supermarkt oder wo man den Müll sortenrein, nach deutschem Vorbild, abgeben kann. Ab welcher Uhrzeit die Nachtruhe herrscht oder wo die Wäsche gewaschen werden kann, wenn einem das Duschgel ausläuft oder die Schmutzwäsche überhand nehmen sollte. Zu Mittag gab es dann Nudeln mit Tomatensoße. Die Zutaten für diese Köstlichkeit wurde uns dankenswerterweise von unseren Hersbrucker Freunden hinterlassen. Diese waren die zwei Wochen vor uns in diesem Camp, weshalb der Großeinkauf auf den Nachmittag verschoben werden konnte. Gut gesättigt ging es am Nachmittag dann das erste Mal zum Strand. Durch den Campingplatz unter einer Unterführung hindurch und dann einen ewig langen Weg entlang Richtung Strand. Dieser schlängelt sich unter uralten Pinien zwischen ehemaligen Sanddünen hinunter zum Meer.

Während nun alle am Strand lagen fuhr ich mit Kathrin zum hiesigen Lidl. 1 Kiste Paprika, 1 Kiste Gurken, 3 Große Wassermelonen, … Am Ende war der ganze Kofferraum voll Lebensmittel. So hatte jeder einen erlebnisreichen Nachmittag auf seine Weise. Mit einem kalten Buffet und grünem Salat ging der Abend zu Ende. Beim Kennenlernabend konnten sich die Teilnehmenden nochmals aus ganz neuen Blickwinkeln erfahren. Die ersten Kommentare aus der Heimat konnten auch schon verkündet werden. Die Zelte sind relativ schnell um Punkt 23.00 Uhr still gewesen. Ich vermute ja, es lag an der wenig geruhsamen Nacht im Bus und dem ereignisreichen Tag. 


Liebe Grüße, bis Morgen, 

Marco












Kommentare

  1. Schöne Fotos. Scheint gute Stimmung zu herrschen bei euch. Freut mich sehr.
    Bei uns ist heute Mary highness (wie in Italien?) Und es ist um 8 Uhr schon so schwül und lau dass wir auf der Terrasse frühstücken. Eigentlich alles wie bei euch in Italien. Wir machen auch Urlaub. o

    AntwortenLöschen
  2. sehr seltsam, die Uhrzeit stimmt natürlich nicht. Ich frühstücke nicht nachts um halb 12 Uhr!

    AntwortenLöschen
  3. Hallo ihr Lieben,
    Viele Grüße nach Le Marze! Ich wünsche Euch eine tolle Zeit! Bei den Bildern muss ich gleich an die Jugendfreizeit 2010 denken 😊. Ich bin noch gespannt, was ihr alles zu berichten habt!
    Dem Betreuerteam wünsche ich tolle Ideen, reibungslose Abläufe, ruhige Nächte und Entspannung trotz Anspannung 😉.
    Ich finde, morgen sollten sich zum Frühstück alle mal nach Gepäckmenge von wenig nach viel anstellen 😂.
    Ich denk an Euch, liebe Grüße auch noch extra an Onkel Michi 🤗.

    AntwortenLöschen
  4. Grüßli Müsli,

    die lange Busfahrt neide ich euch wirklich nicht, zumahl unsereins (1,90m oder größer) schnell Platzprobleme bekommt.
    Noch schlimmer ist nur der Schlafmangel, der mich damals in Kroatien davon überzeugt hat, dass es sich bei einer der nahegelegenen Inseln um Japan handeln müsse.
    Und ob ihrs glaubt oder nicht, der Max war damals noch einer der Kleinsten, bis er eines Tages beschloss, dass es sich so weit oben besser lebt.
    Der Strand sieht sehr wunderprächtig aus, da werd ich direkt neidisch, ich finds aber gut, dass ihr Bruno verbuddelt habt.

    Tschüsli Müsli,
    Euer Simon

    AntwortenLöschen
  5. Also erst a mal Servus in die Runde.
    Ich hoffe ihr hattet eine entspannte hinreise und seid gut angekommen (alle Jahre das gleiche die Hinfahrt ist etwas lebendiger wie die Rückfahrt im bus😉) wünsche euch auf jeden fall viel spaß in italien. Wäre zwar sehr gern wieder mitgefahren bin aber zu alt. Und silas und Max ich weiß ja nicht ob ihr es wie wir letztes Jahr macht und ob ihr überhaupt es mitgenommen habt, aber würde mich freuen wenn ich wieder bilder sehe wo unsere Ruhmreicher FCN vertreten wird😂 an silas häng den schal als deko wieder auf. In diesem Sinne einen wundervolle Freizeit.
    Euer verrückter Clubberer

    AntwortenLöschen
  6. Schön zu lesen, dass es euch auch gefällt und wir euch durch unseren Einkauf den Tag etwas erleichtert haben. Gern geschehen! 😉
    Liebe Grüße aus Hersbruck

    AntwortenLöschen
  7. Schönes Foto von Ewa❤️ nimm ich als Hintergrundbild 😍🖼️

    AntwortenLöschen
  8. Christian Schulz15. August 2023 um 22:01

    In meiner Jugendzeit war ein Telefonat von Italien nach Deutschland fast unbezahlbar, ging nur von einer Telefonzelle aus. Eine Postkarte dauerte gewöhnlich eine Woche bis 14 Tage. Ist schon frappierend, wie flott heute die Infos laufen.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen